Titel Spiel gefühl Rezension Team 3 Abacus Spiele
September 16th, 2019 by Dirk
Lesezeit: 3 Minuten

Bei Team3 geht es wirklich mal um viel Gefühl. Und zwar für alle Beteiligten. Man muss kommunizieren. Und zwar mit Gefühl – sozusagen mit allen Sinnen. Schauen, sprechen, hören, tasten, nur schmecken fehlt noch. Aber dazu habe ich auch eine Idee…

Pinke Edition von Team3

Fangen wir mal ganz vorne an. Auf der Schachtel begrüßen uns die drei bekannten Affen. Nichts sehen, nichts hören, nichts sagen. Das scheint das Spielprinzip zu sein und beschreibt es in der Tat ganz gut. In einer Gruppe von mindestens drei Affen Menschen sollen wir eine vorgegebene Anzahl an Aufgaben erledigen. Diese bestehen im Auftürmen von tetrisesquen Formen.
Nur der Architekt kennt den genauen Plan und muss mit Gesten beschreiben, welches Teil als nächstes zu verwenden ist.
Der Bauleiter muss dieses Gehampel deuten und dann dem Handwerker beschreiben, welches Teil zu verwenden ist.
Der Handwerker sucht dann blind (man soll die Augen zukneifen) das richtige Teil aus dem Haufen heraus. Dann folgt der schwierigere Teil. Der Architekt muss gestikulierend vermitteln, wie das Teil einzubauen ist. Und wieder beschreibt der Bauleiter dies und der Handwerker setzt blind um.

Hat man den Bauplan richtig zusammengebaut, wechselt man die Rollen und macht sich an die nächste Aufgabe. Spielt man mit mehr als drei Leuten können die anderen sich entspannt zurücklehnen und das Schauspiel genießen. Da jede Runde nur drei Minuten Zeit bietet, ist die Downtime eh überschaubar und meistens auch recht unterhaltsam.

Bunte große Klötzchen bei Team3

Team3 ist ein Geschicklichkeits-Kommunikationsspiel und „Nein, anders…“ ist wohl der häufigste Satz, den man so hört. Die Herausforderung ist die Übersetzung der Gesten in möglichst konkrete Anweisungen. Hinweise wie „Ne, das gelbe Teil!“, bringen den Handwerker, der ja nichts sieht, nicht weiter bei seiner Aufgabe. Der hat eh die schwierigste Aufgabe. Da er nichts sieht, muss er mit ganz viel Gefühl agieren. Stehen nämlich erst mal die ersten Steine, kann es schnell passieren, dass sie auch wieder fallen. Auch hier darf der Bauleiter helfen und den Handwerker zu den passenden Bauteilen leiten. Kennen sich die Spieler gut bis sehr gut, dann läuft die Sache eigentlich ziemlich rund und man kann mal die nächste Schwierigkeitsstufe probieren. Von diesen gibt es insgesamt drei.

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Das Spiel eignet sich besonders gut als Mittel, um bspw. Runden mit unbekannten Teilnehmern aufzulockern. So könnte man es zu Beginn von Seminaren, Workshops o.ä. einsetzen, damit sich die Teilnehmer besser kennenlernen. Aber auch im schulischen Kontext könnte sich das Spiel einen Platz erobern. Geht es bspw. um das Thema „Kommunikation“ wäre es ein guter Einstieg, der zeigt, wie Kommunikation funktioniert – selbst wenn jeder eine andere Art der Kommunikation nutzt. Aber die Pädagogen unter euch finden sicherlich noch mehr Einsatzgebiete. Da freue ich mich auf die Kommentare der Brettagogen, vom Fux und allen andereren LeerLehrkörpern…

Bei allem Spaß muss ich allerdings sagen, dass ich eine Sache nicht verstehe. Warum sollte es Spaß machen drei Minuten lang die Augen zuzukneifen? Waren nicht noch die paar Cent für eine lustige Schlafmaske drin? Die Dinger können doch nicht so viel kosten… Das würde insbesondere in Kinder- und Jugendgruppen den Schummelfaktor minimieren. Aber wie ich gehört habe, soll Abacus da was vorbereiten. so haben zumindest diejenigen, die auf der Spiel‘19 sind, eine Möglichkeit, gegen das Schummeln vorzugehen.

Teilweise geht es hoch hinaus, eine Schlafmaske hätte bei Team3 schon dabei sein sollen…

Ein weiterer Punkt, der mich umtreibt, ist der Wiederspielreiz. Wie oft möchte ich das spielen?! Sicherlich, in wechselnden Gruppen und als Aufwärmer ist das okay. Aber dauerhaft?! Ich weiß nicht… Irgendwie glaube ich nicht, dass ich dauernd das Bedürfnis habe in meiner Spielegruppe dieses Spiel zu spielen. Aber als Opener für neue Gruppen und vor allem auch im betrieblichen oder schulischen Kontext bleibt es dauerhaft im Einsatz.

Es gibt zwei Versionen des Spiels, die bis auf die Farbe der Schachtel und der Karten identisch sind. Hat man nämlich zwei Exemplare kann man auch mit größeren Gruppen spielen und dann auch gegeneinander antreten. Da kommt auch noch mal etwas mehr Hektik auf, denn wer zuerst seine Aufgaben durch hat, gewinnt dabei.

Ach so, und noch eine Idee zum Thema Schmecken: Könnte man nicht eine „Bonbon Edition“ machen, bei der man die einzelnen Farben erschmecken muss?! Wäre zwar nur einmal verwendbar, aber wenigstens würden dann die einzelnen Bauteile gut zusammenhalten. 😆

Mehr Informationen zu Team3 bei Abacus Spiele findet ihr hier (pink oder grün, ihr habt die Wahl…).

Infos zu Team pink und Team grün auf Boardgamgeek.


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