Der Solist Folge 2 Freitag Friedemann Friese 2F Spiele
Dezember 18th, 2017 by Dirk
Lesezeit: 2 Minuten

Wann, wenn nicht montags, sollte ich die zweite Folge meiner Solo-Reihe zu einem Spiel namens Freitag veröffentlichen? Genau! Es gibt kaum einen besseren Termin!

Freitag von Friedemann Friese, erschienen in seinem eigenen Verlag 2F Spiele, ist ein ganz besonderes Spiel. Es ist ein Solo-Deckbuilder mit einer aus meiner Sicht fantastischen Kombination aus Thema und Mechanismus. Selten hat mich ein Spiel in der Hinsicht so überzeugt. Einfach weil es toll ineinandergreift und thematisch absolut stimmig ist. Nicht mehr ganz neu, aber immer noch einen Blick wert.


Die Story von Freitag

Freitag bekommt auf seiner Insel Besuch von Robinson. Das passt ihm gar nicht und er möchte ihn wieder von seiner Insel runter haben. Dazu trainiert er ihn, indem er ihn gefährliche Situationen überstehen lässt. So hofft er, dass Robinson es durch dieses Training schafft, von der Insel zu verschwinden. Schließlich möchte er nur seine Ruhe zurück haben…

Der Ablauf von Freitag

Zunächst mal muss man die Kartentypen auseinandersortieren und seinen Spielbereich vorbereiten. Dazu bereitet man den Gefahren- und Tollpatschkartenstapel vor, mischt die Kampfkarten des Anfangsdecks und nimmt sich eine Start-Ration Nahrung.

Freitag von Friedemann Friese (2F Spiele) Solospiel SoloIn jedem Zug deckt man die obersten beiden Karten des Gefahrenstapels auf, sucht sich eine davon aus und legt die andere auf den Ablagestapel. Danach deckt man die auf der Gefahrenkarte angegebene Anzahl Kampfkarten auf. Die Schwierigkeit der zu bestehenden Gefahr ist abhängig von der Spielrunde. In der ersten Runde benötigt man noch wenige Kampfpunkte um eine Gefahr zu überwinden, dann immer mehr. Die Anzahl der aufzudeckenden Kampfkarten bleibt aber stets gleich, egal in welcher Runde man sich befindet.

Um eine Gefahr zu bestehen, muss man die geforderten Kampfpunkte durch die aufgedeckten Kampfkarten mindestens erreichen. Dazu nutzt Robinson die aufgedruckten Kampfpunkte der Karten sowie die gegebenenfalls vorhandenen Sondereigenschaften einer Karte (bspw. eine Nahrung erhalten, Karten nachziehen etc.).

Schaffe Robinson die Überwindung der Gefahr nicht direkt, gibt es zwei Möglichkeiten:
– Nahrungsmarker abgeben und je Marker eine weitere Kampfkarte aufdecken, um so die nötigen Punkte noch zu erreichen.
– Robinson gibt sich geschlagen und die Gefahrenkarte wird auf den Ablagestapel gelegt. Dazu müssen allerdings auch Lebenspunkte abgegeben werden.

Letzteres klingt erstmal negativ, ist aber eine wichtige Strategie. Denn man kann durch das Abgeben von Lebenspunkte auch unliebsame Karten loswerden. Das ist wichtig, denn so kann man bspw. die schlechten (-1)-Karten eliminieren oder auch die im Spielverlauf gesammelten Tollpatschkarten wieder loswerden. So bringt mich also auch Scheitern immer etwas voran.

Viel spannender ist aber natürlich das Überwinden der Gefahr. Die Karten sind doppelseitig gestaltet und werden von einer Gefahren- zu einer Kampfkarte, die Robinson stärker macht. Auch wieder eine sensationelle Umsetzung des Themas.

Ist der Kampfkartenstapel durchgespielt, zieht man vom Tollpatschkartenstapel (das sind alles echt sehr blöde Karten) die oberste Karte und mischt sie in sein Deck ein.

Das Ende von Freitag

Hat man den Gefahrenstapel drei mal durchgespielt, also alle Schwierigkeitsstufen überstanden, geht es zum Endgegner. Die beiden zu Beginn gezogenen Piraten müssen nun mit den Kampfkarten besiegt werden – also wie eine Gefahrenkarte. Hat man den ersten Piraten besiegt, folgt der zweite. Nur wenn man beide Piraten besiegt, gewinnt man das Spiel.

Das Spiel und meine Eindrücke dazu im Bewegtbild findet ihr hier:

Homepage von 2F Spiele (da gibt es auch eine praktische Spielunterlage zum Selberdrucken)

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November 7th, 2017 by Dirk
Lesezeit: 1 Minute

Arler Erde – ein zwei Personen-Euro-Workerplacement-Spiel in einem Karton von der Größe eines Ameritrash-Miniaturenspiels. Als Feuerland das Erscheinen dieses Titels bekannt gab, war ich sofort neugierig. Was wird das wohl für ein Spiel sein? Und was ist überhaupt Arle? Also zunächst mal schlau gemacht und gelernt, dass Arle ein Ort in der Heimat von Uwe Rosenberg ist, der uns mit dem Spiel auf eine Reise dorthin nimmt. Dabei bewegen wir uns jedoch Rosenberg-typisch nicht im Hier und Jetzt, sondern vielmehr in der „guten, alten Zeit“, als man noch mit Pferdekarren reiste oder sich in der Winterszeit mit der Herstellung langlebiger Waren beschäftigte, die dann auf den Märkten in den Städten in der Umgegend verkauft werden.

Im Kern ist Arler Erde ein reinrassiges Worker Placement Spiel, dass sich nahtlos ins Opus von Uwe Rosenberg einreiht. Im Rahmen meiner Solo-Spiele-Reihe ist dies mein erster Titel, den ich mir ansehen möchte. Der Vorteil: Das Solo-Spiel ist hier fast genauso zu spielen wie das Zwei-Personen-Spiel. Deshalb erkläre ich auch ein ganz bisschen Regeln. 😉

Noch ein Hinweis: Zur SPIEL’17 ist die Erweiterung Tee&Handel erschienen, mit der Arler Erde nun mit bis zu drei Spielern spielbar ist – weiterhin aber auch solo.

Ich wünsche euch viel Spaß bei der ersten Folge von Der Solist und Arler Erde

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