Welcome to Dino Park Alley Cat Games Würfelmagier Wuerfelmagier Crowdfunding
November 7th, 2018 by Dirk
Lesezeit: 3 Minuten


Roll&Write liegt im Trend. Kann man einfach nicht leugnen! Und seit Noch Mal! sind buchstäblich zig neue Konzepte aus den Würfelbechern der Autoren gerollt. Erstaunlich ist dabei, dass es doch immer wieder neue Konzepte gibt, die das Genre neu beleben können. Inmeiner Folge Würfel & Schreiben habe ich mir bereits eine ganze Menge Vertreter dieses Genres angesehen und deren Solo-Tauglichkeit bewertet. Mit Welcome to Dino World bringt Alley Cat Games (u.a. Ruthless und Dice Hospital) einen weiteren Vertreter der Roll&Writte-Spiele auf Kickstarter – in diesem Fall wohl eher ROARRRRR & Write. 😀

 

Roll dir deinen eigenen Dino Park

Na ja, nicht in echt, sondern nur auf dem Papier natürlich. Aber wie geht das nun? Schon beim Betrachten der Spielerblätter merkt man, dass das nicht ganz so einfach wird, wie bei klassischen Roll&Wrtie Titeln. Welcome to Dino World fällt somit eher auch in die Kategorie „Kennerwürfelspiel“.

Aber wie mache ich nun so einen schönen Dino Park? Ganz einfach: Man malt ihn mit den Würfelergebnissen. Mit einem Würfelwurf kann man dabei unterschiedliche Dinge tun:

  • Wege: Dazu nutzt man die Punkte eines Würfels. Eine gerade Linie kostet einen Würfelpunkt, eine T-Kreuzung zwei Punkte und so weiter.
  • Spezialgebäude: Diese geben nach speziellen Regeln Punkte – daher der Name.
  • Dinosaurier Käfige: Die liefern den Hauptteil der Punkte, wollen aber auch mit Strom versorgt werden. Zusätzlich müssen die Käfige am Ende der Runde mit Wegen verbunden sein.
Welcome to Dino Park Alley Cat Games Würfelmagier Wuerfelmagier Crowdfunding

So sieht das Scorepad (a.k.a. Roar-Pad) aus bei Welcome to Dino Park

Am Ende der Runde überprüft man dann noch, ob man eine der Besucherkarten erfüllt hat, die rechts und links von jedem Spieler liegen – ein Wettkampf ums Erfüllen also. Und nach 9 Runden muss man den besten Park erwürfelt haben.

Neben der oben kurz beschrieben einfachen Variante gibt es auch noch eine schwerere Variante mit Gefahrenmodus. Hierbei kann es zum Ausbruch der Dinos durch Beschädigungen an den Gehegen kommen. In der Deluxe-Variante kommen noch zwei kleine Ereiterungen und ein Automa-Modus für das Solo-Spiel hinzu.

Welcome to Dino Park Alley Cat Games Würfelmagier Wuerfelmagier Crowdfunding

Der Dinautoma ist nur ind er Deluxe-Variante dabei.

Mehr Details im (englischsprachigen) Regelheft.

 

Erste Einschätzung zu Welcome to Dino World

Die Dinos sind los…

Für mich sieht es nach einem weiteren interessanten Roll&Write Titel aus, bei dem man nicht nur Zahlen abkreuzt, sondern durch geschicktes Puzzeln das Maximum aus den Würfen herausholen muss. Da auch hier wieder alle die Würfel gleichzeitig nutzen, kann sich zumindest niemand alleine über schlechte Würfe beschweren. Allerdings ist das Ganze auch relativ solitär – ähnlich wie auch bei Railroad Ink. Letzteres macht mir trotzdem Spaß. Könnte also auch hier funktionieren. Mit dem erweiterten Spiel gibt es dann noch mehr Entscheidungen zu treffen und das Spiel wird komplexer.

Die Idee mit den Dinos, den Käfigen und den Stromversorgungen und dazu noch die Wege, die alles verbinden müssen, klingt schon nach einer netten Knobelei, wie lange das trägt bleibt abzuwarten.

Angeboten werden eine Standard-Variante und eine Deluxe-Variante. Letztere bringt wie schon gesagt neben zwei Erweiterungen auch einen Automa-Modus für das Solo-Spiel mit. Standard kostet (ohne Versand) etwa 24 Euro, Deluxe schlägt mit 29 Euro zu Buche. Dazu kommen nach Deutschland noch mal 7 Euro Versand. Damit spielt Welcome to Dino World preislich in der oberen Liga der Würfelspiele mit. Aus meienr Sicht könnte das auch das Hauptproblem bei dem Spiel werden. Bei einem solchen Preispunkt und der Kategorie Roll&Write kommen viele ins Nachdenken. Und auch ich – normalerweise nicht sondelrich preissensibel, wenn mich ein Spiel interessiert – muss sagen, dass 31 bzw. 36 Euro ein wirklich stolzer Preis sind. Ich bleibe zunächst an der Seitenlinie und beobachte das Projekt noch ein wenig.

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Meinung Plagiat Brettspiele Würfelmagier Amigo
November 5th, 2018 by Dirk
Lesezeit: 3 Minuten

Dreist abgekupfert?!

Man hat es schon öfter gehört: Plagiate sind ein komfortabler Weg sich schnell und einfach auf Basis der Arbeit anderer ein Thema anzueignen. In der Politik sind bereits Minister über Plagiatsaffären gestolpert. Nun also auch in der Brettspielszene? Dass man sich von Mechanismen und Ideen anderer Autoren inspirieren lässt ist bei Spielen genauso gängige Praxis wie bei anderen Kulturgütern wie Büchern, Musik, Malerei etc. auch. Aber ein echtes Plagiat, das ist mir bisher bei Brettspielen in dieser Form noch nicht untergekommen.

Fälschungen von Brettspielen sind bereits schon mal aufgetaucht. Spiele, die einfach bestehende Spiele kopiert haben – also quasi Raubkopien. Ich meine, dass bspw. Pandemic Legacy als Raubkopie verkauft wurde und auch andere gefälschte Spiele tauchen immer mal wieder auf. Ein Podcast von Nerd meets You hatte das bereits mal thematisiert. Aber Plagiate, also Spiele, die vorgeben ein eigenständiges Spiel zu sein, im Kern aber nur ein anderes dreist kopieren, das ist mir bisher noch nicht untergekommen. Zumindest nicht in diesem Ausmaß. Das Spiel Crypto Cartel kopiert in weiten Teilen nahezu alle Elemente des Spiels Bohnanza. Die Art und Weise, wie Karten ausgespielt werden (Reihenfolge der Handkarten darf nicht verändert werden), der Tausch mit den Mitspielern und auch die „Ernteregeln“ sind quasi identisch mit den Bohnanza-Regeln.

Ich finde das Vorgehen schon sehr dreist. Die Ähnlichkeit zu Bohnanza ist nicht zu leugnen und der „Autor“ tut dies auch nicht. Im Gegenteil, er sagt in den Kommentaren, dass Bohnanza auf jeden Fall eine „Inspiration“ gewesen sei, er aber noch ein paar Elemente hinzugefügt hätte.

Der Amigo Verlag hat sich soeben in einer ausführlichen Presseerklärung dazu geäußert, die ich einfach gerne wiedergeben möchte, da ich das darin geschriebene nur zu 100% unterstützen kann.

Mittlerweile sieht man auch, dass einige scheinbar bereits ihre Finanzierung des Projektes zurückgezogen haben. Einen guten (grafischen) Überblick über die laufende Finanzierung liefert u.a. Kicktraq.


Dietzenbach, 05. November 2018.

Seit einigen Tagen ist auf der Crowdfunding-Plattform Kickstarter eine Kampagne für das Kartenspiel Crypto Cartel zu finden. Auch wenn der Autor und Kampagnen-Verantwortliche mittlerweile eingeräumt hat, dass er sich von Bohnanza hat „inspirieren“ lassen, zeigt das dort beschriebene Spiel nicht nur eine Verwandtschaft oder Inspiration, sondern 1:1 den Spielmechanismus von Bohnanza.

Wann kann man bei einem Spiel von einer reinen Inspiration und wann von einem Plagiat sprechen? Einen bestehenden Mechanismus aufgreifen, neu interpretieren, abwandeln und weiterentwickeln, das findet man in der Spielebranche immer wieder. Und sofern sich ausreichende Unterschiede zwischen Original und Adaption finden lassen, ist dies kein Grund für einen Autor oder Verlag aktiv zu werden. Wenn jedoch wie im Fall von Crypto Cartel der komplette Spielablauf, inklusive Regeln für Handkarten, Kartenablage und Punkteberechnung (um nur einige zu nennen) ohne signifikante Änderungen übernommen werden, müssen wir als Verlag, der Bohnanza 1997 herausgebracht hat und seitdem vertreibt, unsere Stimme erheben:

Für das Gedankengut von Autoren wie Uwe Rosenberg, der wie viele andere seiner Zunft seit über 20 Jahren Spiele entwickelt.

Für alle kreativen Köpfe, die davon und dafür leben, mit außergewöhnlichen Ideen neue Spielewelten zu erschaffen und die auch bereits existierende Spielmechanismen in ein komplett neues Spiel verwandeln können.

All das ist bei Crypto Cartel nicht zu finden. Es ist keine Abwandlung, kein Neuerschaffen, sondern die komplette Übernahme eines bereits etablierten und erfolgreichen Spiels, das lediglich durch Aktionskarten erweitert wurde. Das ist für uns keine Inspiration, sondern ein Plagiat.

Daher appelliert AMIGO an alle Kampagnen-Unterstützer und Spielefans da draußen, sich einmal selbst zu fragen, ob sie solche dreisten Aneignungen von Ideen anderer wirklich unterstützen oder auch nur dulden wollen. Wir sind der Meinung, dass am Ende Spieleautoren wie Uwe Rosenberg, die jahrelang an ihren Spielen arbeiten und von ihren Ideen leben, den Schaden davon tragen.

Abgesehen davon finden wir es einem Autor und seinem Werk gegenüber im höchsten Grade respektlos, sich ohne vorherige Kontaktaufnahme und Einverständnis, sogar ohne einen öffentlichen Hinweis auf den Ursprungsautor, seiner Ideen zu bedienen.


 

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Finantio Kickstarter Studie Würfelmagier Wuerfelmagier Gastbeitrag
Juni 29th, 2018 by Dirk
Lesezeit: 3 Minuten

Das erste Mal schreibt jemand anderes etwas auf meinem Blog. Daniel hat sich die Mühe gemacht und 331.000 (!!!) Kickstarter-Projekte ausgewertet und dabei festgestellt, wie erfolgreich Brettspiele auf Kickstarter  tatsächlich sind. Teilweise schon erstaunlich wie stark sich dieser Bereich dort entwickelt hat und wie hoch der Umsatz für Kickstarter aus den Brettspiel Projekten ist.

Ich wünsche euch viel Spaß und spannende Einblicke beim Lesen.


Was muss man als Brettspiel-Gründer bei einem Projektstart auf Kickstarter beachten, welche Herangehensweisen bisher erfolgreicher Brettspiel-Kampagnen kann man für sein eigenes Projekt verwenden, und welche beachtenswerte Regeln gibt es hinsichtlich erfolgreicher Einstell- und Laufzeiten von Projekten?  

Finantio, ein Finanz-und Verbraucherblog, hat insgesamt 331.000 Kickstarter-Projekte untersucht und interessante Erkenntnisse zutage gefördert.

 

„Tabletop“-Kampagnen überaus erfolgreich

40,4 Prozent, und damit nur etwas weniger als die Hälfte aller 331.000 Projekte, werden erfolgreich beendet. Knapp 67 Prozent aller „Tabletop“-Projekte werden erfolgreich finanziert und nehmen somit einen Spitzenwert unter den insgesamt 170 Unterkategorien ein. Zum Vergleich dazu werden Projekte in der Unterkategorie „Videospiele“ nur zu 26 Prozent erfolgreich beendet.

 

Brettspiele schaffen überdurchschnittlich oft die Finanzierungshürde

 

Erfolgreiche Brettspiel-Kampagnen

Zu den erfolgreichsten 25 Projekten gehören gleich sechs Projekte zur Unterkategorie „Tabletop“. In Deutschland hingen konnte es nur „Clans of Candelonia“ mit fast 6.500 verkauften Einheiten in die Top 25 schaffen.

Zudem lohnt es sich ein Blick auf erfolgreiche Brettspiel-Kampagnen zu werfen und sich das ein oder andere abzuschauen.

Es zeigt sich auch, dass viele Tabletop-Gründer sicherlich von Ihrem Erfolg überrascht waren. Dies ist sichtbar, wenn man die ausgewiesenen Finanzierungsziele mit den am Ende erzielten Finanzierungsbeiträgen vergleicht.
(Anm. d. Red.: Natürlich geht es bei dem Finanzierungsziel einer Kampagne nicht darum festzulegen, welche Summe ich erreichen möchte, sondern darum, was ich zur Realisierung benötige. Darüber hinaus werden die Finanzierungsziele häufig nur noch als Marketinginstrument eingesetzt, um mit hohen Quoten (bspw.: „256% finanziert“) mehr Investoren zu gewinnen. Nichtsdestotrotz sind Ziele und Ergebnis teilweise sehr deutlich auseinander.)

Top 25 Kickstarter Projekte

Finanzierungsziele

Brettspiel-Projekte sind den Zahlen nach zu urteilen relativ günstig in der Umsetzung. Das gesetzte Finanzierungsziel von 7866 erfolgreichen Kickstarter-Projekten in Segment „Tabletop“-Spiele war $ 5,000 im Median (Durchschnitt: $9,926). (Median ist der Zentralwert: Die eine Hälfte der Projekte hat höhere, die andere niedrigere Finanzierungsziele.)

Projekte in den Unterkategorien Kameraausrüstung, Wearables (beide $ 25.000), 3D-Druck ($ 19.368), Hardware ($ 16.204) und Klang($ 15.000) waren da ungleich teurer.  

Eine hilfreiche Ressource ist zudem der Crowdfunding Calculator. Dieser berechnet den erwarteten Gewinn oder Verlust einer Crowdfunding-Kampagne.

 

Investoren besonders aktiv im Brettspiel-Segment

Zudem ist es noch wichtig zu betrachten, wie viele Investoren sich überhaupt für Tabletop-Spiele interessieren. „Tabletop“-Spiele ist die Kategorie mit den zweit meisten Investoren – fast 5.900.000! Nur Produktdesign hat mit über 5.900.000 mehr Investoren. Entsprechend wurde wurde am meisten in den Unterkategorien Produktdesign ($ 612 Millionen) und Tabletop-Spiele ($ 451 Millionen) investiert. Deutlich abgeschlagen folgen Videospiele mit $ 206 Millionen.

Doch der Wettbewerb um die Gunst der Investoren ist hoch. Nach Produktdesign (5,6 Prozent; 18680 Projekte), Dokumentarfilme (4,4 Prozent; 14523), Musik (3,8 Prozent; 12633 Projekte) gehören Tabletop-Spiele (3,5 Prozent; 11744 Projekte) zu den Top vier der beliebtesten Unterkategorien.

Brettspiele sind die viert wichtigste Kategorie

Weitere Ergebnisse zeigen, dass erfolgreiche Brettspiel-Projekte 240 Unterstützer im Median haben (Durchschnitt: 724). Bei erfolgreichen Finanzierungen trägt jeder Investor durchschnittlich $ 134 bei. Gescheiterte Brettspiel-Kampagnen erhalten dagegen nur $ 62 pro Investor.

 

Finanzierungszeitraum und Zeitpunkt

Aus der Studie lassen sich weitere Erkenntnisse für interessierte Kickstarter-Gründer herauslesen. Beispielsweise was den Finanzierungszeitraum (<30 Tage) oder einfach den optimalen Erstellungszeitpunkt (März, dienstags, 21 – 22 Uhr). Oder aber, welche Zeitpunkte man meiden sollte.

Fazit – Hohe Erfolgswahrscheinlichkeit für Brettspiel-Gründer auf Kickstarter

Eine aktive und große Investoren-Community sowie überdurchschnittliche hohe  Erfolgsraten im Vergleich zu anderen Unterkategorien schaffen exzellente Start-Voraussetzungen für Brettspiel-Gründer auf Kickstarter.

Wer vorhat ein eigenes Kickstarter-Projekt zu starten, sollte jedoch einige wichtige Dinge bei der Erstellung berücksichtigen. Denn ohne eine gute Umsetzung kommt auch die beste Brettspiel-Idee nicht zum Erfolg.

Quelle: zur kompletten Kickstarter-Studie.


Daniel Kupka finantio.de

Daniel Kupka – Finantio

Aus Interesse an Finanzthemen und über das Gefühl, dass neutrale Angebote fehlen und die Informationen sehr trocken daherkamen, habe ich im Jahr 2017 den Finanz- und Verbraucherblog Finantio gegründet. Ich habe Volkswirtschaft studiert (definitiv keine Studienempfehlung) und für die OECD in Paris gearbeitet (aktuell freiberuflich).

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News Crowdfunding Artipia Games A Thief‘s Fortune
Juni 12th, 2018 by Dirk
Lesezeit: 2 Minuten

Artipia Games hat mit Fields of Green eine kleine Perle geschaffen, die das Genre der Farm-Spiele mal auf eine ganz andere Art und Weise umgesetzt hat. Klar, es basierte auf Among the Stars, jedoch mit einem ganz neuen Twist. Einen Twist hatte auch Kitchen Rush mit seinen Eieruhren, konnte mich dann aber im Anspielen nicht überzeugen. Pursuit of Happiness, das man auch als Spiel des Lebens bezeichnen könnte, ist unbenommen das Highlight des kleinen griechischen Verlages und ich frage mich wirklich, warum das Spiel nie auf deutsch erschienen ist. Selten habe ich ein thematisch und mechanisch so überzeugendes Spiel gespielt – übrigens auch mit Eieruhren. Nun kommt mit A Thief‘s Fortune ein neues Spiel über die Crowdfunding Plattform Kickstarter und auch hier gibt es wieder einen interessanten Twist und eine Eieruhr…

 

Worum es bei A Thief‘s Fortune geht

Bei A Thief‘s Fortune repräsentieren wir einen listigen Dieb, der stets auf der Suche nach dem nächsten Ziel ist. Warum nicht einfach in die Schatzkammer des königlichen Palasts einbrechen und nach dem angeblich dort verborgenen mystischen Schatz suchen? Ja genau! Warum nicht? Neben einer Menge an Schätzen aus Gold und Juwelen findet unser Protagonist ein mysteriöses Stundenglas (a.k.a. Eieruhr), das es ihm von nun an ermöglicht, Teile seiner Zukunft zu sehen. Das ist toll! Aber leider sind alle im Palast nun hinter ihm her…

News Crowdfunding Artipia Games A Thief‘s Fortune

Das Card Drafting Spiel für 1-4 Spieler dauert etwa 45 – 90 Minuten und jeder Spieler repräsentiert einen möglichen Verlauf der Zukunft unseres diebischen Freundes. Vor jedem Spieler gibt es drei Bereiche: Die Zukunft, die Gegenwart und die Vergangenheit. In jeder Runde ziehen die Spieler Orte, Personen und Ereignisse vom Kartenstapel und fügen sie „ihrer“ Zukunft hinzu. Dazu kommen natürlich auch noch diverse Ressourcen, die die Beute repräsentieren. Nachdem die Beute eingesammelt wurde, werden alle Karten ohne jegliche Ressourcen in die jeweilige Vergangenheit des Spielers bewegt. In der folgenden Aktionsphase können die Spieler diese dann verwenden, um die unterschiedlichen Aktionen zu ihrem Vorteil einzusetzen und ihr Schicksal zu lenken. Natürlich geht es am Ende um die beliebten Siegpunkte, die sich mittlerweile in so vielen Spielen wiederfinden 😉

 

Was ich von A Thief‘s Fortune halte

News Crowdfunding Artipia Games A Thief‘s FortuneInteressant finde ich den Ansatz, dass man gemeinsam das Schicksal eines zentralen Charakters lenkt allemal. Thematisch muss ich irgendwie an Prince of Persia Computerspiele denken. Oder Disneys Aladdin.
Card Drafting als Mechanik des Spiels erscheint mir sehr passend, schließlich ist die Zukunft ungewiss und Planung erscheint schwierig.
Das Artwork von A Thief’s Fortune lässt die Spieler in die Welt von 1001 Nacht entgleiten. Zusammen mit der richtigen musikalischen Untermalung könnte das dann ein toller orientalischer Abend werden.

 

Die Rahmendaten zu A Thief‘s Fortune

Das Projekt startet am 18. Juni 2018 auf Kickstarter. Preis und Liefertermine sind noch nicht bekannt. Da Fields of Green und Wooosh bereits über die Spieleschmiede realisiert wurden, könnte es sein, dass die beiden Firmen ihre Zusammenarbeit auch bei A Thief‘s Fortune fortsetzen. Sollten sich weitere Informationen ergeben, werde ich an dieser Stelle natürlich informieren.

 

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Juni 10th, 2018 by Dirk
Lesezeit: 2 Minuten

Dice Placement? Kleines Format? I am all in! Als ich über Fantastic Factories gelesen habe, war ich direkt Feuer und Flamme, weil ich die Kombination einfach reizvoll finde. Ich mag Machi Koro und liebe Würfeleinsetzspiele. Dazu kommt hier noch ein Artwork, das aufgrund seiner schlichten Modernität überzeugt und eine gute Orientierung erhoffen lässt.

 

Wie wird Fantastic Factories gespielt?

Das Spiel gliedert sich in zwei wesentliche Phasen.

Fantastic factories

Würfel einsetzen, Waren produzieren – Fantastic Factories

In der Marktphase wählen die Spieler reihum aus der Auslage entweder eine Blaupause (kostenfrei) oder bemühen sich um einen Auftragnehmer. Im letzteren Fall muss man eine Blaupause von der Hand abgeben, die das korrespondierende Werkzeug Symbol zeigt. Hat jeder Spieler einen Zug gemacht, beginnt die Arbeitsphase.

Die Arbeitsphase verläuft simultan, das heißt, alle Spielern agieren zeitgleich. Jeder Spieler wirft seine Würfel und baut anschließend Gebäude, platziert Arbeiter oder aktiviert Gebäude. Grundsätzlich gibt es nur drei Basisaktionen: Karten ziehen mit einem beliebigen Würfel, Metall erhalten mit einer 4,5, oder 6 sowie Ressourcen entsprechend der Augenzahl – nur 1,2 oder 3 erlaubt, erhalten.
Gebaute Gebäude können sofort nach dem Bauen aktiviert werden, auch in derselben Runde noch. Um eines zu bauen, muss man eine Blaupause mit entsprechendem Werkzeugsymbol ablegen und die angegebenen Ressourcen abgeben.

Das Spiel endet, sobald ein Spieler 12 oder mehr Waren hergestellt hat bzw. 10 oder mehr Gebäude hergestellt hat. Dann werden Warenpunkte und Prestigepunkte der Gebäude zusammengezählt und der Spieler mit den meisten Punkten gewinnt.

Das Spiel kommt standardmäßig mit Solo-Regeln, die mittels eines Würfel-Algorithmus funktioniert. Klingt nicht allzu schwer und der eigene Spielzug entspricht dem des Standardspiels. Schön, dass sich die Solo-Varianten mittlerweile als Standard etablieren.

 

Was bietet Fantastic Factories?

karten und Würfel und Würfeöl und Karten – daraus besteht das Spielmaterial im Wesentlichen

Das Material ist nichts übermäßig besonderes, Stretch Goals gibt es auch, aber aktuell enthält die Box das folgende Material:

28 Würfel (16mm) (4 rote, 4 blaue, 4 grüne, 4 gelbe, 4 lila, and 8 weiße)
50 Energie Plättchen
30 Metall Plättchen (nicht aus Metall)
85 Waren Plättchen tokens
4 Werkzeug Plättchen
78 Blaupausen
18 Vertragskarten
1 Startspielermarker
5 Spielertableaus und Spielhilfen

Für faire 29 Dollar ist man dabei. Eine deutsche Veröffentlichung ist meines Wissens aktuell nicht in Sicht. Die Lieferung soll im April 2019 erfolgen.

Auf der Kickstarter-Seite findet ihr zahlreiche englischsprachige Videos mit Meinungen und Playthroughs.

 

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Western Legends von Kolossal Games
Januar 12th, 2018 by Dirk
Lesezeit: 2 Minuten

News Crowdfunding

Westernhelden von Western Legends von Kolossal Games

Die Westernhelden von Western Legends

Wenn ein Spiel von den Kollegen des Dice Tower in die Top 10 der „Most anticipated Games 2018“ aufgenommen wird, ist das für einen kleineren Verlag eine große Sache. Wie auch immer diese Spiele ausgesucht werden, Western Legends von Kolossal Games hat es natürlich prompt geholfen, um international deutlich stärker wahrgenommen zu werden. Allgemein scheint das Thema Wilder Westen bzw. Besiedelung des Westens der USA eine kleine Renaissance zu erleben, sind doch in Essen bereits ein paar thematisch in eine ähnliche Richtung zielende Spiele erschienen.

In Western Legends durchqueren Spieler die Landschaften des Wilden Westens als eine der ikonischen und legendären Westernhelden der damaligen Zeit (Billy the Kid, Doc Holliday, Calamity Jane, etc.) und tun dort, was man von ihnen erwartet: Sie spielen Poker, berauben Banken und versuchen dem dem Sheriff aus dem Weg zu gehen. Und alles nur, um sogenannte „Legend Points“ zu erzielen.

Spielplan von Western Legends bei Kolossal Games

Spielplan von Western Legends

Das besondere des Spiels soll die Open-World-Sandbox-Umgebung sein, die es ermöglichen soll, das Spiel nach den Vorstellungen der Spieler und durch deren Entscheidungen zu verändern. So sollen die Spieler vollständig in die Geschichte des amerikanischen Westens eintauchen können. Ein hehres Ziel, dass sich da vorgenommen wurde.

Im Laufe des Spiels müssen die Spieler auf zufällige Ereignisse reagieren, Jobs erledigen und Ziele erreichen sowie sich selbst zum Überleben ausrüsten. Sie können ein Reittier kaufen sowie Waffen und andere Gegenstände, die man benötigt, um die schwierigen Zeiten unbeschadet zu bewältigen.

Die Spieler können im Rahmen dieser Entscheidungsfreiheit auch entscheiden, den dunklen Pfad einzuschlagen und ein Desperado zu werden. Sobald ein Spieler für seine begangenen Taten gesucht wird, tritt der Sheriff auf den Plan, um ihn ins Kittchen zu bringen. Die Spieler können sich aber auch als Kopfgeldjäger versuchen und Desperados fangen, um das Kopfgeld zu kassieren.

Und natürlich gibt es Miniaturen. die von Pure Arts Studios gefertigt wurden. Obwohl es in Western Legends viele Inhalt gibt, sollen die Spieler Regeln und Gameplay als einfach und unkompliziert empfinden.

Egal, ob Sie den Weg eines wandernden Revolverhelden, eines Kleinstadt-Sheriffs oder eines erfolgreichen Gesetzeshüters wählen, nur ein Spieler wird als legendär erscheinen!

Für mich klingt das alles sehr nach einem weiteren Ameritrash-artigen Spiel, bei dem man sich Ausrüstung zusammensucht und sich hier und versucht über den Haufen zu ballern. Immerhin kommt es hier tatsächlich mal zu einer Schießerei. Ein sehr thematisches Spiel also, bei dem ich aber noch nicht einschätzen kann, inwiefern es an die Spannungsbögen anderer frei gestaltbarer Spiele heranreicht. Ich bin leider noch nicht vollends überzeugt, dass mich das Spiel in eine westernheld zu häufig endeten solche Spiele in endlosen Rumlaufereien und Würfelgefechten, die dann langfristig für mich einfach nicht spannend genug waren. Aber ich lasse mich gerne eines besseren belehren, zumal mir Optik und Aufmachung gut gefallen. Ich muss direkt an den guten alten Clint Eastwood denken…

Die Kickstarter Kampagne ist gerade gestartet und hier könnt ihr sie euch ansehen…

Hier noch das oben angesprochene Dice Tower Video (übrigens auch inkl. Tsukuyumi, dem Spiel des deutschen Autors Felix Mertikat)

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September 8th, 2017 by Dirk
Lesezeit: 1 Minute

„Wer will das überhaupt sehen?“
„Was haben wir getan?“

Fragen wie diese stellt man sich als selbstreflektierender Mensch, wenn man sich das erste selbstgedrehte Video ansieht.

„Und das sollen sich dann andere ansehen und sich davon unterhalten fühlen…?!“

Außerdem merkt man, wie verdammt viel Arbeit es ist sich so etwas auszudenken, zu filmen und dann auch noch zu schneiden (letzteres hat der Leif zum Glück größtenteils übernommen, ersteres haben wir schlichtweg einfach ignoriert).

Zusammen mit dem Leif von Leif & in Farbe habe ich mir nämlich Massive Darkness angesehen (…mit massiv vielen massiv unbemalten Miniaturen) und dann auch noch meinen Senf dazu gegeben. Dummerweise standen gaaaanz zufällig ein oder zwei Kameras rum und haben das dann auch noch aufgenommen. Und wenn das Filmmaterial schon mal da ist…

Ach so, und falls ihr das Gefühl habt, dass das alles etwas planlos ist…dann habt ihr absolut Recht! Denn wir haben uns ganz unvoreingenommen und ohne Plan hingesetzt und losgequatscht.

Beim nächsten Mal wird es wohl besser…oder noch schlimmer…zumindest mit Konzept…wahrscheinlich.

Und damit ihr auch ja dranbleibt gibt es am Ende auch noch Outtakes…und vielleicht unterhält es euch ja doch ein wenig. Und über Abos freuen sich sowohl Leif (der hat schon ein paar) als auch ich (habe nur eins…Danke, Herr Wagner 🙂 ). Bei mir im Kanal werden aber noch ein paar Sachen hinzukommen…bald…lasst euch überraschen und unterhalten…von Massive Darkness und unserer Pilotfolge (nur deshalb die Null, das hat nichts mit dem Unterhaltungswert zu tun…)

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August 25th, 2017 by Dirk
Lesezeit: 2 Minuten

Packshot SteamrollersTräxx kam mir sofort in den Sinn, als ich das Spielbrett von Steamrollers sah. Bei Träxx zeichnet man nach der Vorgabe von aufgedeckten Karten auf seinem Spielplan eine möglichst effiziente Linie von Farbe zu Farbe, um so möglichst viele Punkte zu erhalten.

Das Prinzip von Steamrollers ist mit diesem System vergleichbar, lediglich die Karten werden quasi durch Würfel ersetzt. Man wirft in seinem Zug alle Würfel und wählt einen weißen. Entweder man nutzt den schwarzen Würfel und zeichnet die gewürfelte Strecke auf seine bunte Landkarte oder – und das unterscheidet es von Träxx – man nutzt den weißen Würfel und liefert Waren über das Schienennetz aus. Dabei gibt die gewürfelte Zahl vor, von wo aus man die Waren-Würfel in die farblich zur Ware passende Region liefern muss. Zusätzlich kann man mit dem weißen Würfel seine Lok verbessern und die Waren so über längere Strecken ausliefern.

Animation Warenauslieferung bei Steamrollers von Flatlined Games

Waren ausliefern – so geht’s bei Steamrollers

Die Stretchgoals der Kampagne lassen mindestens zwei Erweiterungen (Coal- & Orders-Expansion) und noch einiges mehr – bisher noch geheimes – erwarten.

Schon die bisherigen Spiele von Flatlined Games haben mir gefallen und auch Steamrollers von Mark Gerrits spricht mich vom Mechanismus her an. Das in deutlich komplexeren Spielen wie Age of Steam, Railroads of the World oder den 18XX-Spielen verarbeitete Thema wird hier kräftig runtergebrochen und auf kleines und schnell zu erlernendes Spiel übertragen.

Spielaufbau Steamrollers von Flatlined Games

Spielaufbau

Die Optik ist mir allerdings ein wenig zu trocken und ich hätte mir hier mehr Detailverliebtheit gewünscht. Schade, denn der Illustrator ist ein belgischer Comic-Zeichner und auf dem Cover zeigt er was er kann, ein wirklich tolles, wenn auch stereotypisches, Bild. Benjamin Beneteau hat an einigen Euro-Comics mitgearbeitet, Michel Vaillant dürfte einigen bekannt sein (dort zeichnete er Autos und Hintergründe).

Interessant bei dieser Kampagne ist, dass das Spiel ein Jahr lang exklusiv für Kickstarter-Unterstützer sein soll. Allerdings wird es trotzdem über die Homepage des Verlages und ausgewählte Händler verkauft. Komische Exklusivität in meinen Augen, denn was ist exklusiv daran, wenn ausgewählte Händler es vertreiben? Welche Händler das sind ist auch noch vage und ich verstehe die selbst auferlegte Beschränkung nicht. Gerade als kleiner Verlag, der vielleicht ein tolles Spielkonzept in Händen hält, müsste ich doch großes Interesse daran haben, ein Spiel an möglichst viele Händler zu vertreiben. Womöglich der nächste Versuch marketingtechnisch mehr aus einer Corwdfunding-Kampagne herauszuholen. Ich hoffe, sie fallen damit nicht auf die Nase. Auf Nachfrage teilte mir Eric Hanuise von Flatlined Games mit, dass er bei Argo das Problem hatte, dass kaum ein Händler Interesse an einem noch unbekannten Indie-Verlag hatte. 

Wer mag wirft vorab einen Blick in die englischen Regeln.

Link zum Projekt (läuft noch bis Mitte/Ende September)…

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Mai 25th, 2017 by Dirk
Lesezeit: 2 Minuten

Dieses Jahr geht es auf Kickstarter so richtig zur Sache. Dauernd gibt es interessante Veröffentlichungen und Mega-Kampagnen. Mit Rising Sun hat CMON (ehemals Cool Mini Or Not) einen Riesenerfolg (über 4 Millionen Dollar!) gelandet und die eine oder andere kleine Perle wurde auch realisiert. Ich freue mich beispielsweise auf das thematisch ungewöhnliche Dogs schon sehr. Und dann noch Food Truck Champion von Daily Magic Games, die bereits mit Villages of Valeria im letzten Jahr schon erfolgreich waren (Rezension folgt…). Und jetzt Kitchen Rush…

Artipia Games ist mit seinem neuen Küchenspiel Kitchen Rush live gegangen und präsentiert ein Spiel mit einem aufregendem Thema. Das Spiel erinnert mich ein bisschen an ältere Computerspiele bei denen man schnell die aufgegebenen Bestellungen der Gäste bedienen musste. Hier fallen mir Diner Dash oder dieses uralte Bierzapf-Spiel Tapper an. Gut ein wenig komplexer als letzteres sieht es schon aus und ich vermute, dass es sich auch eher nach Arbeit anfühlt. Die Sanduhren lassen nichts Gutes vermuten…

Kitchen-Rush simuliert die Aufregung und den Hochdruck unter dem in einer professionellen Küche gearbeitet werden muss durch einen innovativen Echtzeit-Arbeiter-Platzierung-Mechanismus. 1-4 Spieler arbeiten zusammen und versuchen, Aufträge schnell genug zu erfüllen, um genug Geld zu verdienen. Sie müssen versuchen, das Geschäft über 4 Runden á 4 Minuten am Laufen zu halten. Das Spiel bringt Spaß, Spannung und Hektik auf den Tisch und bietet ein genussvolles Mehrgangmenü für verschiedene Spielertypen.

Im Spiel verwenden Spieler Sanduhren als ihre Arbeiter und ordnen sie zu verschiedenen Aufgaben zu – Bestellungen aufnehmen, Gerichte kochen oder einkaufen gehen. Jeder Arbeiter, der auf einem Aktionsfeld platziert wurde, kann nicht an anderer Stelle verwendet werden, bevor der Sand in der Sanduhr abgelaufen ist. Jede einzelne Entscheidung ist wichtig, da die Zeit begrenzt ist.

Kitchen Rush ist von Dávid Turczi, u.a. bekannt für sein dystopisches Zeitreise-Spiel Anachrony (erschienen bei Mindclash Games).

Für mich ein interessant aussehendes Spiel an dem ich sehr interessiert bin. Simultan handeln, kooperativ, Zeitdruck – all das klingt nach einer stimmig thematischen Umsetzung. Die Kampagne ist gerade gestartet und das Spiel ist sehr hochwertig ausgestattet mit zahlreichen unterschiedlichen Nahrungsmittel-Token. Für 55$ kann man sich an der Entwicklung vorab beteiligen. Und wie immer bei Artipia Games kann man sich das Porto sparen, wenn man in Essen auf der Spielemesse teilnimmt und es dort mitnehmen möchte – vermutlich wird man es dann etwas eher in den Händen halten können als der Rest der Backer (war zumindest bei Fields of Green so…).

Hier geht es zur Kampagne…

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Mai 17th, 2017 by Dirk
Lesezeit: 2 Minuten

The Manhattan Project und sein themenneutralerer Nachfolger The Manhattan Project: Energy Empire kann man durchaus als Erfolg des kleinen Verlages Minion Games bezeichnen. Beide wurden über Kickstarter vorfinanziert und vermarktet und Minion Games konnte insbesondere in den späteren Kampagnen gutes Geld einsammeln. Klingt der Unterstützungsbetrag des ersten Spiels von etwas mehr als 8.600 Dollar heutzutage nach einem Flop, muss man bedenken, dass Minion Games Kickstarter für die Finanzierung dieses Spiels bereits in 2011 nutzte. Eine Zeit, in der die Brettspielgemeinde der neuen Finanzierungsform Kickstarter kaum Aufmerksamkeit schenkte. Die weiteren Kampagnen sammelten dann wesentlich mehr Geld ein. Die Erweiterung, bei der man auch das Basisspiel erstehen konnte, sammelte im Jahr 2013 schon fast 39.000 Dollar ein, Energy Empire über 90.000 Dollar und das Chain Reaction Card Game aus dem Manhattan Project Universum in 2016 schon über 130.000 Dollar. Das zeigt auch sehr schön, wie die Bedeutung von Kickstarter sich in den letzten Jahren entwickelt hat, denn ein Millionenprojekt ist im Brettspielbereich schon lange keine Überraschung mehr. Nun aber zum Spiel selber…

In The Manhattan Project übernimmt jeder Spieler die Rolle einer Nation, die sich im kalten Krieg im Wettrüsten übt und zur größten Atommacht werden soll. Dabei handelt es sich um ein echtes Wettrennen, denn wer zuerst einen bestimmten Punktwert erreicht, gewinnt. Dabei kann der Gegner durch gezielte Angriffe sabotiert und zurückgeworfen werden. Im Kern ein klassisches Worker Placement Spiel, dessen Arbeiter sich jedoch verändern und weiterentwickeln lassen. Außerdem muss der Spieler sich in seinem Zug immer entscheiden: Möchte er Arbeiter einsetzen oder seine Arbeiterschaft komplett zurückholen und so besetzte Einsatzorte wieder verfügbar machen.

Thematisch war The Manhattan Project nicht jedermanns Geschmack und deshalb kam mit The Manhattan Project: Energy Empire ein im Kern ähnliches Spiel mit anderem Thema auf den Markt.

Nun hat Minion Games die Kickstarter Kampagne für den zweiten Teil von Manhattan Project mit dem Untertitel Minutes to Midnight gestartet.

Auch im zweiten Teil stehen wieder die Atommächte im Mittelpunkt. Allerdings befinden wir uns in der Zeit 20 Jahre nach der Erfindung der ersten Atombombe und der Zugang zu spaltbarem Material ist für die Atommächte kein Problem mehr. In The Manhattan Project: Minutes to Midnight dreht sich alles vielmehr um die Trägersysteme zu Wasser, zu Lande und in der Luft, die man benötigt, um möglichst schnell reagieren zu können. Nur wer es schafft hier die Nase vorn zu haben, kann das Spiel gewinnen.

Thematisch mag es den ein oder anderen hier gruseln, aber schon der erste Teil zeigte sehr plastisch auf, wie das Wettrennen der Atommächte damals in den Fünfziger- und Sechzigerjahren abgelaufen ist. Hier setzt der zweite Teil The Manhattan Project: Minutes to Midnight thematisch an und führt somit die Geschichte fort. Spielerisch in ähnlichem Gewand daherkommend, sind zwar die Aufgaben nicht dieselben, aber im Grunde ist es eine thematische Fortführung des ersten Teils. Mit $70 ist der Titel auch eher kostspielig und wenn man bedenkt, dass der erste Teil teilweise sehr günstig zu haben war, stellt sich mir zumindest die Frage, ob man das Geld schon investieren sollte. Grundsätzlich unterstützt man einen kleineren Verlag, der sicherlich auch mal grafisch einen eigenen Weg geht, was mir sehr gut gefällt. Am Ende ist es wie immer: Entscheiden müsst ihr, ob ihr investiert oder wartet. 😉

Einen besseren Überblick vom Spiel und Spielprinzip liefert das Video von Man vs. Meeple

Wer in die Regeln schauen mag, der folge diesem Link…

Hier geht es zur Kickstarter Seite und hier zur Seite von Minion Games.

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