Februar 9th, 2018 by Dirk

 

Nein, hier geht es nicht um Raumfahrt, sondern um Schiffahrt. Nicht das Space Shuttle, das das Ende der Space Shuttle Ära einläutete, ist gemeint, sondern das unter James Cooks Kommando befindliche Segelschiff. Dementsprechend geht bei Endavor – Age of Sail auch ums Erkunden und Segeln. Dabei handelt es sich bei dem Spiel nicht um eine komplette Neuentwicklung, sondern um eine Neuauflage eines Klassikers.

Burnt Island und Grand Gamers Guild bringen das Spiel Endeavor von Jarratt Gray und Carl de Visser wieder auf die Spieltische zurück. In Deutschland ist das Spiel 2009 bei Lookout unter dem Titel Magister Navis erschienen. Es dürfte den meisten eher nicht bekannt sein. Umso schöner, dass nun eine Neuauflage geplant ist. Derzeit läuft die Kickstarter Kampagne an und buhlt um euer sauer verdientes Geld.

 

Wie wird Endeavor gespielt?

Endeavor kombiniert verschiedene Mechanismen miteinander und das – angeblich – sehr gekonnt:
– Area Control Elemente – rund um die Städte und Routen auf dem Plan
– Engine Building – um an Rohstoffe und andere Vorteile zu kommen
– Action Management – Bevölkerung für Handelsaktivitäten einsetzen.
– Ressourcen Management – mit Weitsicht Ressourcen sammeln, um langfristig keine Flaute zu haben.

Über den Spielfluss kann ich natürlich nur mutmaßen, da ich das alte Spiel nicht kenne. Für mich klingen die bisher bekannten Details allerdings nach einem recht flüssigen Spielverlauf, der wenig Fragen offen lässt.

Endeavor Crowdfunding Kickstarter Wuerfelmagier Würfelmagier NewsMan baut nach und nach eine Seefahrernation auf und aus und beginnt irgendwann den alten Kontinent zu verlassen. Bewegt man sich zu Beginn des Spiels noch auf dem europäischen Festland, wird man irgendwann durch das Bauen bestimmter Gebäude in die Lage versetzt sich auf dem Seeweg fortzubewegen. Irgendwann wird der Platz auf dem Spielbrett allerdings zu eng und es kommt zum Kampf und zur Verdrängung zwischen den Spielern.

Bereits nach sieben Runden endet das Spiel und es gewinnt der Spieler, der in den unterschiedlichen Kategorien in Summe am meisten Punkte geholt hat. Dazu zählt der Fortschritt bei Industrialisierung, Kultur etc., die kontrollierten Städte und Kreuzungen sowie Ruhmpunkte und Punkte aus den Heldentaten (Exploits).

Zwei bis fünf Spieler sollen in 60-90 Minuten eine Partie bestreiten können.

Ein detaillierter Bericht zu Magister Navis findet sich bei den Kollegen von cliquenabend.de.

 

Wie sieht Endeavor aus?

Optisch macht das Spiel eine Menge her und trifft meinen Nerv. Die gesamte Aufmachung weiß zu gefallen. Auch vermisse ich nicht die notwendige Klarheit, die manchem Spiel bei einem allzu thematisch gestalteten Spielfeld abgeht.

Die Materialien haben sich im Verlauf der Kampagne bereits maßgeblich verbessert und die Liste der Verbesserungsziele scheint weiter zu wachsen. Momentan sind schon eine Menge toller Holzmarker und einige Minis (Kanonen) dazugekommen.

Die Kampagne läuft noch bis Ende Februar. Folgt dem Link für mehr Informationen..

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Western Legends von Kolossal Games
Januar 12th, 2018 by Dirk

News Crowdfunding

Westernhelden von Western Legends von Kolossal Games

Die Westernhelden von Western Legends

Wenn ein Spiel von den Kollegen des Dice Tower in die Top 10 der “Most anticipated Games 2018” aufgenommen wird, ist das für einen kleineren Verlag eine große Sache. Wie auch immer diese Spiele ausgesucht werden, Western Legends von Kolossal Games hat es natürlich prompt geholfen, um international deutlich stärker wahrgenommen zu werden. Allgemein scheint das Thema Wilder Westen bzw. Besiedelung des Westens der USA eine kleine Renaissance zu erleben, sind doch in Essen bereits ein paar thematisch in eine ähnliche Richtung zielende Spiele erschienen.

In Western Legends durchqueren Spieler die Landschaften des Wilden Westens als eine der ikonischen und legendären Westernhelden der damaligen Zeit (Billy the Kid, Doc Holliday, Calamity Jane, etc.) und tun dort, was man von ihnen erwartet: Sie spielen Poker, berauben Banken und versuchen dem dem Sheriff aus dem Weg zu gehen. Und alles nur, um sogenannte “Legend Points” zu erzielen.

Spielplan von Western Legends bei Kolossal Games

Spielplan von Western Legends

Das besondere des Spiels soll die Open-World-Sandbox-Umgebung sein, die es ermöglichen soll, das Spiel nach den Vorstellungen der Spieler und durch deren Entscheidungen zu verändern. So sollen die Spieler vollständig in die Geschichte des amerikanischen Westens eintauchen können. Ein hehres Ziel, dass sich da vorgenommen wurde.

Im Laufe des Spiels müssen die Spieler auf zufällige Ereignisse reagieren, Jobs erledigen und Ziele erreichen sowie sich selbst zum Überleben ausrüsten. Sie können ein Reittier kaufen sowie Waffen und andere Gegenstände, die man benötigt, um die schwierigen Zeiten unbeschadet zu bewältigen.

Die Spieler können im Rahmen dieser Entscheidungsfreiheit auch entscheiden, den dunklen Pfad einzuschlagen und ein Desperado zu werden. Sobald ein Spieler für seine begangenen Taten gesucht wird, tritt der Sheriff auf den Plan, um ihn ins Kittchen zu bringen. Die Spieler können sich aber auch als Kopfgeldjäger versuchen und Desperados fangen, um das Kopfgeld zu kassieren.

Und natürlich gibt es Miniaturen. die von Pure Arts Studios gefertigt wurden. Obwohl es in Western Legends viele Inhalt gibt, sollen die Spieler Regeln und Gameplay als einfach und unkompliziert empfinden.

Egal, ob Sie den Weg eines wandernden Revolverhelden, eines Kleinstadt-Sheriffs oder eines erfolgreichen Gesetzeshüters wählen, nur ein Spieler wird als legendär erscheinen!

Für mich klingt das alles sehr nach einem weiteren Ameritrash-artigen Spiel, bei dem man sich Ausrüstung zusammensucht und sich hier und versucht über den Haufen zu ballern. Immerhin kommt es hier tatsächlich mal zu einer Schießerei. Ein sehr thematisches Spiel also, bei dem ich aber noch nicht einschätzen kann, inwiefern es an die Spannungsbögen anderer frei gestaltbarer Spiele heranreicht. Ich bin leider noch nicht vollends überzeugt, dass mich das Spiel in eine westernheld zu häufig endeten solche Spiele in endlosen Rumlaufereien und Würfelgefechten, die dann langfristig für mich einfach nicht spannend genug waren. Aber ich lasse mich gerne eines besseren belehren, zumal mir Optik und Aufmachung gut gefallen. Ich muss direkt an den guten alten Clint Eastwood denken…

Die Kickstarter Kampagne ist gerade gestartet und hier könnt ihr sie euch ansehen…

Hier noch das oben angesprochene Dice Tower Video (übrigens auch inkl. Tsukuyumi, dem Spiel des deutschen Autors Felix Mertikat)

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Januar 5th, 2018 by Dirk

Vielleicht kennt der ein oder andere A4 Quest ja bereits. Zielsetzung dieser Mini Adventures ist es, ein komplettes kleines Abenteuer auf einer Seite abzubilden. Es hat sich bereits eine große Community rund um diese tolle Idee gebildet und es wurde schon einiges an Fan Content entwickelt. Bisher war A4 Quest nur als Print&Play verfügbar. Bisher… Nun hat sich Board and Dice dieser Idee angenommen und gemeinsam mit den Designern von A4 Quest die Reihe weiterentwickelt. Im Januar/Februar dieses Jahres soll dann auch die entsprechende Kickstarter Kampagne online gehen. Dabei wird es sich weiterhin um ein Print&Play-Konzept handeln, das Board and Dice sehr innovativ umgesetzt hat.

 

Page Quest – Legacy Print&Play Konzept mit Fortsetzungspotenzial

Zu Umsetzung der Idee wurde das Konzept Page Quest entwickelt, das die Spieler über einen Zeitraum von 6 Monaten mit einer einzigartigen Story unterhalten will. Monatlich erhalten alle Page Quest Abonnenten neue digitale Inhalte wie Abenteuer (Quests), Schätze mit neuen Begleitern und Helden sowie Umschläge mit der jeweiligen Story. Der Gag ist dabei nämlich, dass es sich bei Page Quest um eine Art Legacy-Spiel handeln soll, das nicht einfach geradlinig verläuft, sondern auch von den zuvor getroffenen Entscheidungen abhängt. Am Ende hat man dann „seine Story“ gespielt. Der Zusatz “Season I” lässt zudem vermuten, dass es mehr als nur einen Teil gibt. wer Angst hat, dass er bei diesem Do-it-yourself-Spiel selber schneiden und basteln muss, den kann ich beruhigen, denn Board and Dice hat das Konzept so beibehalten, dass man wirklich nur eine Seite ausdruckt, die dann direkt bespielt werden kann.

Page Quest Playtest Board and Dice

Bilder vom Playtesting

In der Kampagne soll genug Geld eingesammelt werden, um vier komplette Bestandteile für die Story zu entwickeln, die die Spieler dann über einen Zeitraum von 6 Monaten beschäftigen sollen. Zusätzlich gibt es natürlich auch Stretchgoals, die das Spiel deutlich ausbauen sollen, so dass die Inhalte dann für neuen Monate Spielspaß sorgen. Zudem gibt es die Möglichkeit eine komplett fertig gedruckte Version von A4 Quest zu bekommen.

Ich bin auf jeden Fall megagespannt auf das Konzept und als Solo-Spieler werde ich mir das natürlich dann auch ansehen. Wer sich A4 Quest schon heute ansehen will, kann dies auf der Boardgamegeek-Seite tun und sich mal einarbeiten.

Inhalt der Kickstarter Kampagne von Board and Dice - Page Quest

Inhalt der Kickstarter Kampagne zu Page Quest von Board and Dice

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August 25th, 2017 by Dirk

Packshot SteamrollersTräxx kam mir sofort in den Sinn, als ich das Spielbrett von Steamrollers sah. Bei Träxx zeichnet man nach der Vorgabe von aufgedeckten Karten auf seinem Spielplan eine möglichst effiziente Linie von Farbe zu Farbe, um so möglichst viele Punkte zu erhalten.

Das Prinzip von Steamrollers ist mit diesem System vergleichbar, lediglich die Karten werden quasi durch Würfel ersetzt. Man wirft in seinem Zug alle Würfel und wählt einen weißen. Entweder man nutzt den schwarzen Würfel und zeichnet die gewürfelte Strecke auf seine bunte Landkarte oder – und das unterscheidet es von Träxx – man nutzt den weißen Würfel und liefert Waren über das Schienennetz aus. Dabei gibt die gewürfelte Zahl vor, von wo aus man die Waren-Würfel in die farblich zur Ware passende Region liefern muss. Zusätzlich kann man mit dem weißen Würfel seine Lok verbessern und die Waren so über längere Strecken ausliefern.

Animation Warenauslieferung bei Steamrollers von Flatlined Games

Waren ausliefern – so geht’s bei Steamrollers

Die Stretchgoals der Kampagne lassen mindestens zwei Erweiterungen (Coal- & Orders-Expansion) und noch einiges mehr – bisher noch geheimes – erwarten.

Schon die bisherigen Spiele von Flatlined Games haben mir gefallen und auch Steamrollers von Mark Gerrits spricht mich vom Mechanismus her an. Das in deutlich komplexeren Spielen wie Age of Steam, Railroads of the World oder den 18XX-Spielen verarbeitete Thema wird hier kräftig runtergebrochen und auf kleines und schnell zu erlernendes Spiel übertragen.

Spielaufbau Steamrollers von Flatlined Games

Spielaufbau

Die Optik ist mir allerdings ein wenig zu trocken und ich hätte mir hier mehr Detailverliebtheit gewünscht. Schade, denn der Illustrator ist ein belgischer Comic-Zeichner und auf dem Cover zeigt er was er kann, ein wirklich tolles, wenn auch stereotypisches, Bild. Benjamin Beneteau hat an einigen Euro-Comics mitgearbeitet, Michel Vaillant dürfte einigen bekannt sein (dort zeichnete er Autos und Hintergründe).

Interessant bei dieser Kampagne ist, dass das Spiel ein Jahr lang exklusiv für Kickstarter-Unterstützer sein soll. Allerdings wird es trotzdem über die Homepage des Verlages und ausgewählte Händler verkauft. Komische Exklusivität in meinen Augen, denn was ist exklusiv daran, wenn ausgewählte Händler es vertreiben? Welche Händler das sind ist auch noch vage und ich verstehe die selbst auferlegte Beschränkung nicht. Gerade als kleiner Verlag, der vielleicht ein tolles Spielkonzept in Händen hält, müsste ich doch großes Interesse daran haben, ein Spiel an möglichst viele Händler zu vertreiben. Womöglich der nächste Versuch marketingtechnisch mehr aus einer Corwdfunding-Kampagne herauszuholen. Ich hoffe, sie fallen damit nicht auf die Nase. Auf Nachfrage teilte mir Eric Hanuise von Flatlined Games mit, dass er bei Argo das Problem hatte, dass kaum ein Händler Interesse an einem noch unbekannten Indie-Verlag hatte. 

Wer mag wirft vorab einen Blick in die englischen Regeln.

Link zum Projekt (läuft noch bis Mitte/Ende September)…

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April 20th, 2017 by Dirk

rudy games hat es sich zur Aufgabe gemacht, Spiele zu entwickeln, die moderne Technologien und analoge Spiele integrieren und auf diese Weise Online- und Offline-Welt miteinander zu verbinden. Manfred Lamplmair hatte mir bereits Rede und Antwort gestanden und auch das Erstlingswerk LEADERS – A Combined Games hatten wir uns bereits genauer angesehen. Nun wurde mit Interaction ein gänzlich anderes Spiel vorgelegt und über die Crowdfunding Plattform Kickstarter Kapital zur Realisierung eingeworben.

Interaction verfolgt dabei eher einen Party- und Quizspiel-Ansatz. Dabei treten 2 bis 9 Spieler in fünf unterschiedlichen Kategorien miteinander an. Die Spieler werden dabei in den fünf unterschiedlichen Bereichen Wissen, Kreativität, Action, Social und Games auf die Probe gestellt. Die zum Spiel gehörende App soll die Spieler kennenlernen und die Spielaufgaben an die Interessen, das Alter und den Spielort automatisch anpassen.

Bei dieser Kampagne wird Kickstarter übrigens im eigentlichen Anwendungssinn – also Crowdfunding als Finanzierungsform – genutzt, denn rudy games ist wirklich ein Start-Up und bei der Realisierung des Spiels auch auf die Unterstützung der Backer angewiesen. Sicherlich ist auch der Marketingeffekt einer solchen Kampagne und die internationale Reichweite wichtig, aber eben nicht nur. Hier ist also tatsächlich mal möglich einer kleinen Firma unter die Arme zu greifen. Dafür wurde Kickstarter gemacht.

Im Video erfährt man noch ein wenig mehr zum Spiel und sieht auch schon ein wenig, wie die App funktioniert.

Und wer sich auch für das Team hinter Interaction interessiert, kann die Menschen hier in Augenschein nehmen.

Wer schnell ist, der ergattert noch eine Early Bird Version für 29,-, die allerdings nur bis zum 21. April 2017 zur Unterstützung bereit steht. Die gesamte Kampagne läuft bis zum 19. Mai 2017. Aktuell sind etwa 30% des Finanzierungsziels erreicht und somit stehen die Chancen ganz gut, das Finanzierungsziel zu erreichen. ich werde sicherlich auch noch mal genauer auf das Spiel drauf schauen… 😉

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